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Liebe Gemeinde!


Sie sind gezeichnet von Hunger, Durst und Erschöpfung. Geflüchtet sind sie vor Krieg, Not und Unterdrückung.

Nun irren sie umher. Männer, Frauen, Kinder. Wie soll es nur

weitergehen?

Eine Szenerie, wie sie uns heute in den Nachrichten begegnet? Nein! Die Bibel erzählt von diesem Flüchtlings-Schicksal: Nachdem Mose mit dem Volk Israel vor dem Grauen der Unterdrückung in Ägypten geflohen ist, verschlägt es sie erst einmal in die Wüste: Noch mehr Not und Leid. Doch Gott schickt Nahrung: wunderbare, himmlische Speise. Überraschend ist die Anweisung, die er den Israeliten dazu gibt: Jeder soll nur so viel von der Speise sammeln, wie er braucht. Dann wird es für alle reichen.

„Jeder nur so viel er braucht.“ Was für eine Zumutung! Das denken auch die Israeliten zuerst. Doch die Bibel erzählt, dass es möglich ist.

Denn letztlich vertrauen die Israeliten auf die Güte Gottes und erleben Wunderbares. Sie vertrauen darauf, dass Gott dafür sorgen wird, dass auch am nächsten Tag noch genug für alle da sein wird. Und so passiert es auch. Was sie haben, teilen sie und es reicht für alle. Was für ein Wunder!

Und die Flüchtlings-Schicksale unsererheutigen Zeit? Wie die Israeliten damals erreichen Menschen heute Deutschland. Auf der Flucht vor Krieg, Not und Unterdrückung. Männer, Frauen und Kinder kommen in unser Land, in unsere Stadt.

Mit ihnen kommen auch die Fragen: Wird es für alle reichen? Wohnraum, Ausbildungsplätze, Arbeitsplätze, Vermögen.

Haben wir genug, um zu teilen? Haben wir genug für jeden?

„Jeder so viel er braucht“. Was für eine Zumutung dieser Satz auch für uns heute sein kann! Immer wieder wird Zweifel laut, ob es wirklich zu schaffen ist. Und doch erleben wir bereits, dass es möglich ist.

Viele Menschen spenden Kleidung, Lebensmittel oder Geld. Sie engagieren sich in der Flüchtlingshilfe. Sie teilen ihre Zeit. Sie teilen gute Worte und Gedanken. Und viele Kirchengemeinden öffnen ihre Türen für geflüchtete

Menschen.

Heute das teilen, was wir haben. Damit jeder so viel bekommt, wie erbraucht.

Es reicht für alle! Dieses Wunder kann

wahr werden, auch bei uns.


Ihre

Pfarrerin Julia Illner