Kunst in der Umgebung der Kirche
Das gibt es auch noch zu entdecken.
Unmittelbar vor der Kirche befinden sich seit Dezember 1997 zwei
Monumentalplastiken des norwegischen Künstlers Raymond Slättli.
Raymond Slättli nennt seine Plastik "Übergänge" und schreibt dazu
ein Gedicht, das unter dem Eindruck des frühen Todes seiner Lebensgefährtin
entstanden ist; hier die letzte Zeile:
Es gibt keine Zeit, es gibt keine Ewigkeit, es gibt weder Lachen noch Tod - nur
Übergänge.
Es ist eine monochrome weiße Skulptur. 2,50 m hoch als Zylinder gestaltet, der
sich an einer Seite mit zwei Zungen dem betrachter öffnet und Einblick gibt auf
ein aggressives Rot im Inneren. Durch die senkrechte Aufrichtung wird ein
direkter Bezug zu den mächtigen grauen Kalksteinquadern der Kirchtürme
hergestellt. Dem weißroten Objekt sind zwei schwarzbraune halbzylindrige
Platten vorgelagert, in die der Künstler zwei Symbole eingeschnitten hat, die
als Slättlis eigenes Zeichen für Leben und Tod interpretiert werden können.
In der Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk mag jeder auf seine eigene
Interpretation kommen - das ist auch ein Faszinosum moderner Kunst, daß man sie
mit hinterfragender Aufmerksamkeit betrachten kann. Form und Farbe auf sich
wirken läßt. Alles bleibt offen. Was ist Wahrheit?
Weitere Informationen rund um die Reformations-Gedächtnis-Kirche:
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